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Ex Germaniae lux? Die Zusammenarbeit zwischen der Nord- und Ostdeutschen Forschungsgemeinschaft und der Deutschen Universität Prag 1935-1938

  1. 1.
    0356550 - MSUA-W 2011 RIV DE ger J - Článek v odborném periodiku
    Konrád, Ota
    Ex Germaniae lux? Die Zusammenarbeit zwischen der Nord- und Ostdeutschen Forschungsgemeinschaft und der Deutschen Universität Prag 1935-1938.
    [Ex Germaniae lux? Cooperation between the North East German Research Society and the German University of Prague, 1935-1938.]
    Bohemia. Zeitschrift für Geschichte und Kultur der böhmischen Länder. Roč. 50, č. 2 (2010), s. 273-300 ISSN 0523-8587
    Výzkumný záměr: CEZ:AV0Z70900502
    Klíčová slova: German University Prague * history * Germany
    Kód oboru RIV: AB - Dějiny

    Der Beitrag befasst sich mit der Zusammenarbeit zwischen der NOFG und der Deutschen Universität in Prag in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts. An den einzelnen Fallbeispielen werden konkrete Strategien dargestellt, die den reichsdeutschen Institutionen möglich machten, Kontakte auszubauen sowie Informationen zu gewinnen. Darüber gelang es der NOFG schon bald, informell an der Positionierung der ihr gewogenen Prager deutschen Wissenschaftler und der Ausrichtung der dortigen Forschung mitzuwirken. Somit konnten reichsdeutsche Stellen in Prag mit bereitwilliger Zusammenarbeit rechnen. Einige der Professoren waren ohnehin Vertreter eines scharfen Nationalismus, Antisemitismus und Feinde der Tschechoslowakischen Republik. Für eine Reihe anderer waren die Unterstützung und das Interesse durch das Reich umso eher annehmbar, umso weniger der tschechoslowakische Staat während der Wirtschaftskrise bereit und in der Lage war, die Voraussetzungen für eine pragmatische Loyalität zu schaffen.

    The article deals with the cooperation between the "Nordostdeutsche Forschungsgemeinschaft" and the German University in Prague in 1930s. The author shows what strategies were used by German institutions in order to enhance the standing of the intellectual élites among Germans living abroad and to shape their understanding of science in the national-socialist sense. Some German professors had rejected the Czechoslovak state from the very beginning and taken an extremely nationalist and anti-Semitic stance. For others, the support they received from the Reich was the more acceptable, the less the Czechoslovak state was in a position to properly finance education and science. The career-mindedness typical for the universitarian community was another important factor contributing to a sizeable part of the German scholars eagerly breaking with the Czechoslovak state and looking towards Nazi Germany for support.
    Trvalý link: http://hdl.handle.net/11104/0195044